Wie du schnell und einfach in den Arbeitsmodus einsteigst – auch wenn Du noch in der Sommerpause stehst

Die Sommerferien sind um, aber das Gefühl des Dolcefarniente liegt noch in der Luft.

Wie bringst du dich wieder in den Machermodus, ohne dir gleich mit einem Bolzenschläger eins über den Kopf ziehen zu müssen?

Genau! Indem du sanft, aber bestimmt deinen süssen Po schubst.

Ok, ok, ganz so einfach gelingt es nicht. Ich weiss – ging mir nach meinem Urlaub in Italien auch nicht anders.

Wie ich mich aus meiner Siesta-Mood aufgerafft habe, verrate ich dir in diesem Artikel.

Hier findest du meine Tricks, damit auch du mit neuem Elan dein Ding durchziehst, ohne gleich in ein Burn-out zu fallen.


Das ganze Leben ist ein ewiges Wiederanfangen.
— Hugo von Hofmannsthal

Photo by Bruno Cervera auf Unsplash

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6 Dinge, die ich tue, wenn ich keine Motivation mehr habe.

1. Einfach TUN!

Mein erster Schritt war: einfach TUN. Raus aus den Federn und rein ins Vergnügen!

Was so banal tönt, ist ein unentbehrlicher Schritt. Ohne den gelingt es dir nicht!

Ich hab mich so ausgetrickst, dass ich mit mir einen „Deal“ hatte. Ich hab mir als Erstes einen „easy“ Task vorgenommen. Daran musste ich konzentriert mindestens 30 Minuten arbeiten. Ohne Unterbrechung und ohne Ablenkungen versteht sich.

Im Nu war die Zeit um, und die Uhr zeigte sogar 45 Minuten später. Mich hat das so sehr motiviert, dass ich gleich noch weitere 30 Minuten angehängt habe – und schon war die Aufgabe vollbracht.

Mit diesem „unbedeutenden“ Erfolg lernte mein „Gehirn“, wie einfach es doch geht. Das gab mir einen solchen Motivationsschub, dass ich dran blieb und gleich noch weitere Dinge erledigte.

Vielleicht geht es dir ähnlich und du hast Gedanken, die dich ausbremsen statt motivieren, die dich aufschieben lassen, anstatt es in die Hand zu nehmen?

Was auch immer dich davon abhält, es heute nicht zu TUN. Lass dir nichts von deinem Schweinehund einreden und mach Schluss mit der Aufschieberitis. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Beginne Schritt für Schritt in deinem Tempo, doch bleib konsequent dran. So gelingt es dir, langsam, aber sicher zurück in den Arbeitsmodus zu kommen.

Und das, ohne dass du es merkst. :)

2. To-do-Liste – aber mit Erfolg

Du magst keine To-do-Listen? Liegt es vielleicht daran, dass du sie ständig überfüllst und dir bereits beim dritten Task die Puste ausgeht, weil du schon 2 Tage dran bist und trotzdem keine Erfolge siehst?

Glaub mir, ich kenne das allzu gut!

Meine To-do-Liste für EINEN Tag war manchmal zwei A4-Seiten lang. Wundert es dich, dass mein Saboteur nach zwei Stunden gleich an Ort und Stelle war, um mich mit Facebook, Instagram oder gespeicherten und ungelesenen Blogartikeln abzulenken? (Ja, es ist ihm gelungen. Mehrmals sogar ...)

Zum Glück hab ich irgendwann mal gelernt, dass ich mir realistische und SMARTE Ziele vornehmen soll. Es soll ja Spass machen – nicht frustrieren.

Jeden Sonntagabend setze ich mich hin und plane die nächste Woche. Ich gehe den alten Wochenplan durch und nehme ggf. Unerledigtes in die neue Planung auf.

Ich „portioniere“ mir die Arbeiten, indem ich sie auf die ganze Woche aufteile, damit sie machbar und erreichbar sind. Das verschafft mir Überblick und einen „leeren“ Kopf. Ich weiss genau, wann ich was an welchem Tag erledigen kann.

Was ich auch gelernt habe, ist, dass ich mir nicht mehr als drei Dinge pro Tag auf die Liste setze.

Umso mehr freue ich mich darüber, wenn ich ein oder zwei weitere Punkte von der To-do-Liste abstreichen kann.

Natürlich teile ich auch Pausen, Sport, Freunde oder Nichtstun ein.

Und was tust du?

3. Feiere deine Erfolge

Auch kleine Erfolge sind enorm wichtig, und du darfst sie zelebrieren.

Wir Menschen funktionieren nun mal am besten mit Belohnungs-System. Wir brauchen hie und da ein Zuckerchen, das uns motiviert.

Feiere deine Erfolge, indem du dir Gutes tust.

Gönn dir eine Massage, spring in den See oder mach eine Pause in deinem Lieblingscafé. Es darf am Abend auch ein Entspannungsbad sein oder ein Abendessen mit deiner besten Freundin / deinem besten Freund im Lieblingsrestaurant ...

Egal was es ist, vergiss nicht, deine noch so kleinen Erfolge zu feiern.

4. Eat the frog – das Schlimmste zuerst

Bestimmt hast auch du kleine oder grössere Aufgaben, die du vor dir herschiebst. Sei es im Haushalt wie auch in deinem Job.

Lass es nicht länger zu, dass du es dir Woche um Woche neu vornimmst – von einer To-do-Liste auf die nächste vertagst –, bis daraus ein blinder Fleck wird, denn du gar nicht mehr wahrhaben möchtest ...

Vom schlechten Gewissen, das dich ständig verfolgt und du dir unnötig auferlegst, reden wir gar nicht erst.

Was du vor dir herschiebst, be-LASTET dich und zieht dir unnötig Energie ab. Willst du das wirklich?

Dazu gibt es einen ganz einfachen Trick: Erledige das Schlimmste immer als Erstes.

Ist es getan – gibt dir das einen solch positiven Energiekick, dass du anschliessend umso effizienter bist. In der Regel schaffst du danach locker das Doppelte – einfach, weil du dir eine Bürde (Altlasten) aus dem Weg geräumt hast. Es geht sich nun mal einfacher, ohne über Steine klettern zu müssen ;-)

Als Plus kannst du danach gleich auf deinen Erfolg anstoßen – du weisst schon, auch kleine Erfolge darfst du mit gutem Gewissen feiern.

Und was nimmst du dir heute noch vor?

5. Geteiltes Leid ist halbes Leid


You can eat an elephant – but slice by slice.
— unknown

Gehörst du auch zu denen, die meinen, immer alles gleich sofort erledigen zu müssen? Verschätzt du dich dann mit der Zeit und bist du anschliessend frustriert, weil du doch nicht alles geschafft hast, wie du es vorhattest?

Es passiert uns allen, und auch dazu gibt es eine ganz simple Lösung.

Wenn ich merke, dass ich eine busy Woche habe, ich es jedoch nicht weiter vor mir herschieben möchte, dann teile ich es mir in Häppchen auf. Besser Teil-Erfolge als gar keine Erfolge, richtig?

Ich mag es z. B. sauber, doch habe ich keine Lust, jede Woche zwei Stunden meine Wohnung auf Hochglanz zu schrubben. Klar, ich könnte mir eine Putzhilfe holen – das steht jetzt jedoch nicht zur Debatte.

Was tue ich stattdessen? Ich putz in Etappen und wenn ich Zeit habe.

Dabei hilft mir zu wissen, wie lange ich für welche Tätigkeit habe. Z. B. brauche ich ca. 15 Minuten, um die komplette Wohnung staubzusaugen, für Bad und Küche reichen je 15 Minuten, den Boden aufwischen 30 Minuten etc.

Jeden Tag 30 Minuten Aufwand, und drei Tage später freue ich mich über eine saubere Wohnung.

Diese Methode kannst du mit allen kleineren und grösseren Aufträgen anwenden.

Einfach die Zeit einteilen, ggf. anpassen, und schon hast du ein paar Kleinigkeiten mehr, die du von deiner To-do-Liste streichen kannst.

Gibt dir das nicht auch ein sensationelles Gefühl?

6. Emsige Biene is rocking the world?

Wenn du wieder zurück im Flow bist, ist es nur eine Gratwanderung, bis du dich übernimmst. Es ist elementar, dass du auf deinen Körper hörst. Das beinhaltet auch, dass du dir Pausen gönnst.

Gelingt es dir, mit Hingabe zu arbeiten, ist das eine wundervolle Stärke von dir. Du schaffst es, die weiblichen und männlichen Aspekte in dir zu vereinen, auf deinen Körper zu hören und danach zu handeln. So bleibst du im Flow und bewältigst gleichzeitig Dinge – ohne dich zu übernehmen.

Es ist gut, „Guzzi“ zu geben, wenn du eine Deadline hast, die du einhalten musst. Nach der Anspannung dir auch die Entspannung zu gönnen, gehört dazu.

Du fragst dich, wie du lernen kannst, eine gute Balance zwischen Machermodus und Pause zu erschaffen? Finde heraus, welche Denkweise du kultivierst, und löse dich von ihr, wenn sie nicht förderlich ist oder dir im Weg steht – lass sie los.

Lass das Pendel sich immer wieder in der Mitte ausschwingen, anstatt sich immer in einem Extrem zu befinden. Langfristig schadet es dir und deinem Umfeld mehr, als dass es dir hilft.


Was man lernen muss, um es zu tun,
das lernt man, indem man es tut.
— Aristoteles

Wie hast du dich wieder aus dem Ferienmodus aufgerafft? Welches sind deine Tipps, die du uns mitgeben magst? Ich bin schon ganz gespannt auf dein Feedback im Kommentarfeld.

Gutes Eingewöhnen.

Herzensgrüsse

Cristina

Cristina MascoloKommentieren