Mein Weg zu echten Beziehungen

Als ich am 26. Februar 2018 das 4-monatige Business-Coaching-Programm bei meiner neuen Mentorin Andrea startete, war meine Vorstellung die, dass ich mein Business auf das nächste Level bringe.

Ich hätte niemals gedacht, dass diese unglaubliche, aber auch schmerzhafte Wahrheit und diese Veränderungen in mein Leben treten würden.

Schmerzhaft deshalb, weil ich mir eingestehen musste, dass ich da doch noch die eine oder andere Maske resp. Schutzwand um mich habe. Die Rede ist hier von der Beziehung zu mir und meinen Mitmenschen.

Wer mich persönlich kennt, erlebt eine lebhafte, fröhliche und sehr optimistische Frau, die sehr kraftvoll und klar ist und das Leben mit viel Humor sieht. Oft lache ich auch über mich selbst ... Ich bin «fremden» Menschen gegenüber offen und sehr kontaktfreudig.

 
Photo by Jade on Unsplash

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Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich meine Freunde nahe an mich heranlasse und ihnen mit offenem Herzen begegne. Ich war der Meinung, dass ich Beziehungen führe und tiefe Verbindungen habe.

Im Coaching-Prozess wurde ich eines Besseren belehrt. Ich musste mir eingestehen, dass ich mich seit vielen Jahren selbst belüge!

Aus Angst ...

... verletzt zu werden

... zu verletzen

... tiefe Verbindungen einzugehen und Menschen zu verlieren

... meine Freiheit zu verlieren

... mich authentisch und verletzlich zu zeigen

Meine Gleichung sah etwas so aus:

Abstand = Schutz

Schutz = Sicherheit

Sicherheit = es geht mir gut dabei (doch zu welchem Preis?)

Was für eine prägende, harte und gleichzeitig sehr heilende Erkenntnis das war! Ich dufte mir eingestehen, wie ich „Beziehungen“ effektiv führe: Ich hielt Freunde und Familie immer auf einen sicheren Abstand von mir fern.

Ja nicht zu nahe treten lassen, ja nicht zu viel preisgeben, ja nicht mein Herz öffnen, ja nicht weinen ... Immer schön auf der sicheren Seite gehen.

Dabei gibt es a) Sicherheit nicht, und b) wie willst du ein wahrhaftiges Leben führen – mit geschlossenem Herzen?

Genau: unmöglich!

Freundschaften on my terms

Wie du dir vermutlich vorstellen kannst, waren diese Freundschaften «on my terms» nicht gerade sehr nährend. In der Regel spielte es sich so ab, dass ich mich immer um Treffen oder Wiedersehen kümmern musste ...

Meistens war das auch ok für mich. Ich bin eher ein «Lone Wolf» und brauche viel Zeit für mich, damit ich mich auch gut generieren und meine Kraft auftanken kann.

Manchmal ist es aber auch schön, sich mit wundervollen Freunden auszutauschen, spontan einen Ausflug zu unternehmen oder einfach ins Kino zu gehen.

Ergo kommt es auf eine gesunde und passende Balance an: wie mit allem im Leben.

Fakt ist: Solange Bindungsängste vorherrschen, kann ich keine wahren Freundschaften erleben. Solange dieses Gefühl von Verlust da ist, manifestiere ich mir logischerweise diesen „Mangel“... Solange ich Angst habe, meine Freiheit zu verlieren, bin ich nicht frei ... auch bekannt als kosmisches Gesetz.

Der Veränderungsprozess

Mir ging es gut drei Wochen mies. Ich war traurig und gleichzeitig entsetzt über die Lüge, mit der ich da lebte. So gar nicht meine Art! Ein ganz wichtiger Wert für mich ist doch Ehrlichkeit und absolute Wahrheit leben und aussprechen.

Gleichzeitig war ich dankbar für diese Klarheit – endlich erkannte ich, was es zu tun gibt!

Ich gab mich diesem inneren Prozess voll hin: Ich weinte, ich war traurig, ich war wütend, und all das liess ich im Schreibprozess los. Auf diese Weise konnte ich diesen Aspekt heilen und transformieren.

Mein Commitment!

Ich habe mich BEWUSST entschieden: Ab jetzt gibt es 100 % Commitment für meine Freunde.

Mit mulmigem Gefühl und der Angst, abgelehnt zu werden, schrieb ich meinen Freunden oder rief sie direkt an. Ich vertraute ihnen meinen Wunsch an, erzählte ihnen, was sich mir offenbart hatte und was ich ab heute ändern will.

Statt Ablehnung wurde ich freudvoll von allen Seiten willkommen geheissen. Als hätten sie nur darauf gewartet, dass ich mich endlich öffne. Ich war so erleichtert und einfach nur dankbar.

Mein Herz hüpfte vor Freude, und ich konnte es kaum fassen, dass ich das nicht vorher erkannt hatte ...

Einmal mehr wurde mir bewusst: Wir sind geführt, und alles passiert genau zu dem Zeitpunkt, wenn wir resp. unsere Seele dafür bereit ist und wir somit empfänglich für die Lösung/Veränderungen sind.


Macht euch nur von dieser Anschauung los, und
tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.
— Christian Morgenstern

Was hat sich jetzt verändert?

Eine sichtbare Veränderung in der Interaktion mit Mitmenschen ist bereits da. „Nur“ durch mein 100-%-Commitment, dass ich mich ab jetzt öffne und wahre Freundschaften zulasse.

«Long lost» Freunde, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe, sind zurück in mein Leben getreten. Ein Anruf, eine Wazzup-Nachricht ... Sie melden sich überraschend und bitten um ein Wiedersehen. Das Beste daran ist: Es fühlt sich an, als wären wir nie getrennt gewesen.

Neue, unglaubliche Freundschaften entstehen, und ich treffe wundervolle Frauen im Coworking Space in Zürich.

Jetzt lasse ich zu, dass man sich wahrhaftig mit mir verbinden kann!

Mein Leben fühlt sich jetzt so LEBENDIG an, und ich erkenne, wie viel gefehlt hat.

Wahrhafte Beziehungen – auch mit mir selbst!


Warum ich dir das erzähle?

Hab den Mut und öffne dein HERZ – WEIT OFFEN DARF ES SEIN – und lasse Menschen in dein Leben ein.

Lass die Mauern fallen und verbinde dich – wahrhaftig.

Lass die Vergangenheit los. Schau vielmehr hin, was sie dich gelehrt hat. Wie stark sie dich gemacht hat und welch einzigartiger Mensch du heute bist!

Zeige, WER du bist.

Zeige, WIE du bist.

Zeige, WAS du bist.

Zeig dich mit all deinen Facetten und mit all deinen wundervollen Gaben und Fähigkeiten, die du in dir hast.

Zeig dich mit deinen Schwächen, Marotten und Ticks, denn das macht dich authentisch.

Zeig dich mit offenem Herzen!

Du hast nichts zu verlieren – ausser ganz viele unglaubliche Begegnungen und Erfahrungen, die du machen könntest.

Hör auf, Erwartungen zu erfüllen. Lass die Masken fallen und befreie dich von Rollen, die dir auferlegt wurden.

Bring dein innerstes Licht, deinen Götterfunken, in dir zum Leuchten.

Du wirst überrascht sein, welchen strahlenden Kern du in dir entdeckst.

Frag dich ganz ehrlich: Wie stehe ich in Beziehung mit mir und meinem Umfeld?

Zeigst du dich so, wie du bist, …oder ist da noch eine kleine, unsichtbare Schutzwand um dich?

Hast du eine ähnliche Strategie, um dich in «falscher» Sicherheit zu wägen?

Schreib mir – bin schon ganz gespannt, von dir zu lesen.

Wünsche dir einen wundervollen Tag.

Herzensgrüsse

Cristina